Hoerspiel

Terra Mortis 04 – Der Pakt Teil 1

Terra Mortis 04 – Der Pakt Teil 1

Die Welt der Lebenden war vergangen, und die Herrschaft der Toten hatte begonnen. Der Lange Winter zog auf und tötete die wenigen Millionen, die den Untergang der Zivilisation überlebt hatten.

Doch nicht alle.

Dies ist nicht die Geschichte vom Ende der Welt. Es ist die Geschichte eines Neubeginns.“

Auf ihrem Weg nach Helgoland werden Jan und die anderen von einer Horde von Marodeuren angegriffen und voneinander getrennt. Mit letzter Kraft können sich Jan und Fee in ein Dorf von Überlebenden retten. Sie erhoffen sich von den Bewohnern Hilfe für ihre Freunde – ohne zu wissen, ob es nicht längst zu spät dafür ist.


hoerbuchjunkies.com schreibt: Im vierten und damit vorletzten Teil der Reihe […] erleben die Überlebenden um Jan und Fee ein Szenario, das typisch ist für in die Enge getriebene Menschen. Statt sich in Zeiten der Not zusammen zu schließen und das gemeinsame Überleben zu sichern, entbrennt der Neid auf Besitztümer, Nahrung und Waffen und die fünf geraten in die Fänge skrupelloser Menschen. Zum Glück gibt es in der Nähe eine Siedlung mit anderen Überlebenden, doch erhalten sie hier wirklich Hilfe oder geraten sie erneut in eine Falle?
Wie schon in den voran gegangenen Teilen der Horror-Serie wurde die Geschichte spannend inszeniert und geschickt in Szene gesetzt. Soundeffekte kreieren pures und echtes Horror-Feeling und das Kopfkino läuft auf Hochtouren, wenn die Sprecher authentisch ihre Rollen vertonen und das Grauen hörbar machen.
Fazit
Erneut ein spannender Teil, der noch neugieriger auf den Abschluss der Serie, die mit dem fünften Teil Anfang Dezember folgt, macht.
ContamiNation Z zählt für uns ganz klar zu den Hörspiel-Highlights des Jahres und erhält gern die volle Punktzahl und absolute Hörempfehlung!

FFM Rock denkt: [Das Hörspiel, Anm. PP] bietet endlich Hörstoff, der auch für Kenner der Terra Mortis Folgen neu ist. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an das Geschehen. Und es enttäuscht auch hier ein weiteres Mal nicht. Wieder poppen mannigfaltige Anleihen an The Walking Dead auf. Die Welt der Toten zeigt nämlich ihre andere böse Seite in Form des Menschen, dynamischer Gruppenbildung und das Gesetz des Stärkeren. Die Handlung ist abwechslungsreich und glaubwürdig. Die durch die Trennung der Helgoländer Gruppe zweigeteilte Handlung springt zudem geschickt hin und her und fördert gegen Ende einen starken Spannungsfaden, der mit unangenehmen Cliffhänger endet. Es ist Nägelkauen angesagt um zu erfahren, was aus den in so kurzer Zeit vertrauten Charakteren geworden ist. Eine der Stärken der Miniserie sind die jederzeit glaubhaften Charaktere und deren Beweggründe. So sind die freundlichen Dorfältesten nicht die, die sie zu sein scheinen. Ein Pakt mit dem Teufel zum Schutz des Dorfes besitzt hier genauso viel Wahrheit, wie das archaische, raue Verhalten der jungen Wilden, die nun nach ihren eigenen Gesetzen und Regeln leben. Die Sprecher überzeugen und füllen ihre Rollen glaubhaft aus. Lediglich an Charlotte Uhlig reibe ich mich immer wieder ein wenig, denn die fast gehauchten, und dadurch zu emotionslos wirkenden Textzeilen der jungen Fee nehmen einigen Szenen ihre Dramatik. Dies aber ist sicherlich Meckern auf hohem Niveau, denn der Unterhaltungswert dieser Folge ist immens hoch. Auch das fantastische Sounddesign kann ein weiteres Mal überzeugen und mit postapokalyptischem Realismus aufwarten. Der depressiv, schwermütige Schlusssong, die atmosphärische Musikuntermalung, hier sitzt einfach alles um die einfach perfekte Grundstimmung aus der Thematik heraus zu holen. Selbst kaum zu verstehende Gesprächsfetzen aus dem Hintergrund zeigen Detailverliebtheit. Was bleibt ist ein weiteres, mehr als positives Fazit: Starke Handlung und tolle Dramaturgie führen kurzweilig zum kommenden großen Finale. Man zeichnet eine fesselnde Welt, der man sich kaum entsagen kann.

SaschaSalamander lobt: Da es bei dieser Reihe für die Hörer ja vor allem darum ging, die früheren Teile endlich zu einem Ende zu bringen, lagen hier natürlich sehr hohe Erwartungen in all den Jahren. Und tatsächlich ist es den Machern gelungen, das Ende glaubwürdig zu gestalten und die Hörer zufriedenzustellen. Kein überzogener Kitsch, kein unglaubwürdiges Happy End, kein lästiges offenes Ende, sondern ein schöner runder Abschluss mit schönen und traurigen Elementen, die zum Rest der Geschichte passen.

Bezüglich der Sprecher und Soundeffekte kann ich nur wiederholen, was ich bereits in den bisherigen Rezensionen gesagt habe. Alles ist in sich stimmig, bietet jede Menge Horror- und Ekelfaktor auf hohem realistischem Niveau.

All dies wurde wie in den ersten Folgen bereits umgesetzt mit realistischem Sound und jeder Menge Horror- und Ekelfaktor. Auch die Sprecher leisten wieder hervorragende Arbeit. Insgesamt also eine perfekt inszenierte Mini-Serie, jetzt endlich mit Abschluss 😉

Justus Baier schreibt auf www.slam-zine.de: Bisher stellten die Untoten die größte und gleichzeitig auch tödlichste Gefahr in einem Land dar, in dem sie seit mehreren Jahrzehnten die Geschicke bestimmen. Mit der vierten Folge zeigt […], dass es noch weitaus schlimmere Bedrohungen gibt als Horden von wiederbelebten Kadavern, die nichts als Fressen im Sinn haben, nämlich die Bestie Mensch, das grausamste Raubtier unseres Planeten. Mit [dieser Folge, Anm PP] wird sehr anschaulich aufgezeigt, was mit Menschen geschehen kann, wenn der dünne Firnis der Zivilisation beiseitegewischt wird, um das tägliche Überleben zu sichern. Mitgefühl und Toleranz spielen keinerlei Rolle mehr, nur die eigenen Interessen stehen im Vordergrund und Gewalt und Grausamkeit bestimmen das Leben.

Durch die Einführung eines neuen, bisher unbekannten Gegners macht die Serie den nächsten logischen Schritt, um die Handlung voranzutreiben und die Spannung aufrechtzuerhalten. Allein mit immer wiederkehrenden Zombieattacken schwindet das Interesse des Publikums sehr schnell. So hat man sich für einen ähnlichen Schritt entschieden wie bei „The Walking Dead“ und einen neuen menschlichen Feind eingeführt, der keinerlei Skrupel kennt. Mit dieser Ausdehnung des Serienkosmos bekommt der Plot deutlich mehr Tiefe und eröffnet für zukünftige Folgen einen viel weiteren Spielraum, was die Entwicklung der Handlung und der Figuren betrifft.

Wie bereits in der vorherigen Episode startet man auch hier mitten ins Geschehen, zieht die Spannungskurve bereits nach wenigen Minuten konsequent an und präsentiert dem Hörer ein furioses Actionfeuerwerk, immer nur durch kurze Passagen unterbrochen, während derer die geschilderten Ereignisse in einen größeren Kontext gesetzt werden. Somit wird [dieser Folge, Anm PP] zu einer sehr dynamischen und äußerst kurzweiligen Folge, die man ohne Probleme als die bisher beste und ausgereifteste der Serie bezeichnen darf. Ebenso erfreulich ist, dass man auch in der aktuellen Veröffentlichung nicht darauf verzichtet hat, die Hörer an der Gefühlswelt der Akteure teilhaben zu lassen, was den einzelnen Charakteren deutlich mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit verleiht.

Glaubwürdig ist auch die Motivation, warum Figuren in einer bestimmten Art agieren, ein Umstand, der in Hörspielen leider nicht immer seine Berücksichtigung findet. Großes Lob verdient die soundtechnische Gestaltung von [dieser Folge, Anm PP]. Die verschiedenen Szenarien werden sehr realistisch und überzeugend gestaltet, dabei spielt es keinerlei Rolle, ob es sich dabei um einen Überfall in freier Natur, in der Gefangenschaft einer brutalen Gesellschaft von Outlaws oder in der Idylle eines kleinen Dorfs handelt. Die verwendeten Effekte und Geräusche tun dabei ein Übriges, um in die Welt von [Terra Mortis, Anm. PP] eintauchen zu können. Alle verwendeten Mittel klingen sehr organisch und nahe dran an unserer bekannten Lebensumwelt, hier gibt’s absolut nichts zu meckern.

Bereits seit der ersten Folge zeichnet sich die Reihe dadurch aus, noch unverbrauchte Sprecher zu besetzen, die jedoch über sehr markante und prägnante Stimmen verfügen. Eine solche besitzt auch Sabine Kuse, die die Rolle von Rabe übernimmt. Die Färbung ihrer Stimme ist ungewöhnlich, passt aber ausgesprochen gut zu ihrer Figur, der harten, kompromisslosen Anführerin. Eine weitere starke Frau verkörpert erneut Nietje Schwabe als Nastja. Ihre Performance zählt zu den überzeugendsten dieser Episode. Hinzu kommt als Legende des Hörspiels Helmut Krauss, der in der Rolle des Arztes Tobias zu hören ist und einmal mehr zeigt, warum er bereits seit Jahrzehnten in Hörspielen besetzt wird.

Überhaupt gibt es bei den agierenden Sprechern keinerlei Ausfälle zu verzeichnen, jeder ist mit viel Freude und Eifer bei der Sache, was [Terra Mortis, Anm. PP] trotz des Independent-Charakters zu einer höchst professionellen Angelegenheit macht. Kurz und knapp ist [diese Folge, Anm PP] ein weiterer Höhepunkt innerhalb der noch jungen Serie, die in jeder Hinsicht zu überzeugen weiß. Eine sehr spannende Angelegenheit, die eure Aufmerksamkeit mehr als verdient hat.